Projekt
Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI
Handlungsoptionen zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit forschungs- und wissensintensiver Branchen in Deutschland am Beispiel der pharmazeutischen Industrie
Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in forschungs- und wissensintensiven Branchen hängt zukünftig immer stärker von den weltweiten Entwicklungen ab. Die Politik steht daher vor der Herausforderung, investitions- und innovationsfördernde Rahmenbedingungen für diese zukunftsfähigen Branchen im internationalen Kontext weiterzuentwickeln.
Das Ziel dieses Projektes war es, ausgehend von einer Innovationssystem-Perspektive "maßgeschneiderte" akteursspezifische Handlungsempfehlungen für verschiedene Wertschöpfungsstufen (z.B. FuE, Produktion, Vertrieb) sowie Optionen zur (Neu- bzw. Fein-) Justierung förderpolitischer Instrumentarien zu entwickeln. Dadurch soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit forschungs- und wissensintensiver Branchen in Deutschland dauerhaft gestärkt werden. Dies hat positive gesamtwirtschaftliche Impulse zur Folge (u. a. mehr Innovationen, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland).
Viele Analysen im Rahmen des Projektes wurden am Beispiel der Pharmaindustrie durchgeführt. Die pharmazeutische Industrie selbst ist ebenso wie z.B. die Medizin- oder Nachrichtentechnik eine forschungs- und wissensintensive Branche. Darüber hinaus nimmt der Pharmasektor als wichtiger Abnehmer/Kunde von innovativen Produkten (z. B. Vorleistungsgüter vom Chemiesektor, FuE-Dienstleistungen von Hochtechnologieunternehmen) eine Spitzenposition unter allen Sektoren ein. Zudem ist er als Lieferant innovativer Produkte für nachgelagerte Dienstleistungssektoren (insb. im Gesundheitswesen) von sehr hoher Bedeutung.
Folgende Fragen standen im Fokus der Untersuchungen:
- Welche wirtschaftspolitische Bedeutung haben forschungs- und wissensintensive Branchen in Deutschland?
- Welche angebots- und nachfrageseitigen Faktoren sind entscheidend zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen in diesen Branchen?
- Wie attraktiv ist der Standort Deutschland für Forschungs- und wissensintensive Branchen hinsichtlich dieser angebots- und nachfrageseitigen Faktoren?
- Welche Handlungsoptionen stehen den Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung, um die forschungs- und wissensintensiven Branchen am Standort Deutschland und dessen Forschungsinstitutionen und Unternehmen international wettbewerbsfähiger zu machen?
Abgeschlossenes Projekt (09/05-12/07)
Auftraggeber:
Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)
Publikationen:
Gesamtstudie: Forschungs- und wissensintensive Branchen: Optionen zur Stärkung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit
Artikel:
Wirtschaftliche Bedeutung und Wettbewerbsfähigkeit forschungs- und wissensintensiver Branchen, TAB-Brief Nr. 30, S. 65-67
Forschungs- und wissensintensive Branchen in Deutschland - Wettbewerbsfähigkeit gefährdet? TAB-Brief Nr. 31, S. 64-67
Optionen zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit forschungs- und wissensintensiver Branchen in Deutschland. TAB-Brief Nr. 32, S. 22-27
Nusser, M. (2008): Gesundheitsstandort Deutschland - Wo bleiben die zukunftsfähigen Strategien von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft? In: DZKF - Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung 7/8-2008, S. 18-21
Nusser, M.; Gaisser, S. (2008): Internationale Trends in Forschung und Entwicklung - Ein Länder-Benchmarking auf Basis von Innovationsindikatoren. In: DZKF - Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung 12 (9/10), S. 21-31
Nusser M. (2008):
Internationale Wettbewerbsfähigkeit forschungs- und wissensintensiver Unternehmen. In: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für Wirtschaftspolitik 88 (9), S. 594-603
Buchbeitrag:
Nusser, M. (2009): Chancen der Gesundheitswirtschaft zukünftig besser nutzen: Potenziale, Herausforderungen, Hemmnise und Handlungsoptionen. In: Goldschmidt, A., Hilbert, J. (Hrsg.): Die Zukunftsbranche Gesundheitswirtschaft in Deutschland. S. 882-909