Projekt

Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI

Konvergenz der Spitzentechnologien und ihre Bedeutung für die Sozial- und Geisteswissenschaften (CONTECS)

Das Projekt betrachtet die mögliche Rolle, die die Sozial- und Geisteswissenschaften bei der Entwicklung so genannter konvergenter Technologien – dem Zusammenwachsen von Nano-, Bio- und Informationstechnologie  sowie der Kognitionswissenschaften – spielen kann. Dies betrifft insbesondere die Bewertung ethischer und gesellschaftlicher Fragen bei der Technikgestaltung.
 
Einem systemischen Ansatz folgend wird im Rahmen des Projekts erforscht, welche gesellschaftlichen und innovationspolitischen Fragen durch die bereits stattfindenden oder geplanten Arbeiten im Bereich der Technologiekonvergenz (Converging Technologies, CT) aufgeworfen werden und wie diese von den Sozial- und Geisteswissenschaften aufgegriffen werden sollten. Im Kontext der fortschreitenden Herausbildung einer europäischen Wissensgesellschaft bieten solche Fragen Möglichkeiten und Herausforderungen, denen sich die Wissenschaft stellen muss. Zu diesem Zweck wird ein Monitoring der wissenschaftlich-technischen Aktivitäten im Umfeld der CT durchgeführt, um einerseits einen Überblick über die globale Forschungslandschaft zu gewinnen und andererseits mögliche Implikationen für die Sozial- und Geisteswissenschaften zu identifizieren

Das Projekt wird darüber hinaus analysieren, ob und in welchem Umfang die Sozial- und Geisteswissenschaften selbst Impulse zur Gestaltung von Wissenschaft und Technik liefern können. Ziel ist dabei, in der sozial- und geisteswissenschaftlichen Community Aufmerksamkeit für lohnende Forschungsfragen im Umfeld der CT zu erregen und gemeinschaftlich eine Forschungsagenda für den sozial- und geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt des 7. EU-Rahmenprogramms zu entwickeln. Auf diese Weise trägt das Projekt auch zur Mobilisierung der sozial- und geisteswissenschaftlichen Forschungskapazitäten und zur Schaffung des Europäischen Forschungsraums bei.

Status:
Abgeschlossenes Projekt (02/2006 – 01/2008)  

Auftraggeber:
  • Europäische Kommission
  • DG Forschung
  • Direktorat K
Partner:
  • Forschungszentrum Karlsruhe
  • Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
  • University Oxford
  • Saïd Business School
  • L'Institut de l'Ecole normale supérieure