Projekt
Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI
Formen der Mitgestaltung in regionalen Innovationssystemen
Immer häufiger werden Zukunftsräte oder -innovationsräte etabliert, um eine Innovationsstrategie für ein Bundesland zu entwickeln bzw. die politischen Entscheidungsträger beratend zu unterstützen. Neben ihrem Beitrag zu allgemein strategischen Erwägungen spielen solche Gremien oft auch für die konkrete Ausgestaltung der Wissenschaftslandschaft eine wichtige Rolle. Ebenso bestehen auf regionaler Ebene schon seit langem unterschiedlichste Arbeitsgruppen, Clubs und andere Gremien, die sich unabhängig von den Aktivitäten der regionalen Verwaltung darum bemühen, den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu befruchten. Viele dieser Gruppen haben sich in bottom-up-Prozessen gefunden und konstituiert. In unterschiedlicher Weise stellen sie damit zentrale Akteure im regionalen Innovations- und Governancesystem dar, ohne i.e.S. zur Gruppe der regionalpolitischen Akteure zu gehören.
Im Rahmen der Projektbearbeitung der vergangenen Jahre sowie aus Gesprächen mit innovationsrelevanten Entscheidungsträgern hat sich gezeigt, dass nicht nur institutionell verankerte Akteure das Innovations- und Governancesystem beeinflussen, sondern sich verstärkt weitere Gremien herausbilden, die hier Einfluss nehmen können und wollen. Aus strategischer Perspektive scheint es daher sinnvoll, diesen Akteursgruppen vermehrt Aufmerksamkeit zu schenken und ihr handeln aus systemischer Perspektive zu durchdringen, um diesbezüglich in Zukunft Vordenker auf diesem Gebiet zu sein.
Im Rahmen des Projektes soll untersucht werden:
- Welche Formen dieser Zirkel gibt es, welche Zielsetzung verfolgen sie? Welchen professionellen (und institutionellen) Hintergrund haben die Beteiligten?
- Welche Rolle haben sie bisher gespielt, welche Ergebnisse erzielt?
- Welchen (politischen) Gestaltungsspielraum haben sie und wie ist ihre Bedeutung im Vergleich zu den staatlichen Institutionen einzuschätzen?
Der Fokus des Projektes soll dabei v.a. jenseits der bereits besser beforschten Akteurskreise wie z.B. Kammern und Gewerkschaften gesetzt werden, diese aber als Grundlage berücksichtigen. Ziel des Projektes ist ein vertieftes Verständnis über diese Gremien als Forschungsgegenstand an sich aufbauen sowie Gremien als Element regionaler Innovationssysteme besser verstehen.
Im Rahmen der Projektbearbeitung der vergangenen Jahre sowie aus Gesprächen mit innovationsrelevanten Entscheidungsträgern hat sich gezeigt, dass nicht nur institutionell verankerte Akteure das Innovations- und Governancesystem beeinflussen, sondern sich verstärkt weitere Gremien herausbilden, die hier Einfluss nehmen können und wollen. Aus strategischer Perspektive scheint es daher sinnvoll, diesen Akteursgruppen vermehrt Aufmerksamkeit zu schenken und ihr handeln aus systemische Perspektive zu durchdringen, um diesbezüglich in Zukunft Vordenker auf diesem Gebiet zu sein.
Status
laufendes Projekt (1.2012-12.2013)